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Presseberichte

 

Über 300 Gäste begrüßen Familienministerin Ursula von der Leyen in Bad Arolsen

Sprachpaten beeindrucken

HNA vom 12.01.08 (von Heike Saure)

BAD AROLSEN. Zum gemeinsamen Neujahrsempfang der Frauen-Union Bad Arolsen-Korbach und des CDU-Stadtverbandes Bad Arolsen begrüßten Elisabeth Sehmsdorf (Vorstand Frauen-Union) und Armin Schwarz (Stadtverbandsvorsitzender) gestern Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen im Sunset No 1 in Bad Arolsen.

Über 300 Gäste lauschten der Gastrednerin, die sich besonders freute, bereits bei einem Neujahrsempfang über das Thema Familie referieren zu können. Schon vom ersten Wort an merkte man der Familienministerin, deren Ressort noch vor einigen Jahren von einem Minister als Ressort „für Familie und Gedöns“ angesehen wurde, an, wie sehr sie hinter dem steht, für das sie sich einsetzt.

Kampf gegen Kindertod

Als berufstätige Mutter von sieben Kindern und Frau eines Unternehmers weiß sie genau, wie schwer es in Deutschland noch ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Als Wunsch für das neue Jahr äußerte von der Leyen, dass kein Kind mehr leiden oder sterben soll, weil die Gesellschaft von Anfang an nicht hingeschaut habe. Wohlwissend, dass es weiterhin traurige Fälle von Kindesmisshandlung- und Tötung geben wird, referierte die engagierte Bundesministerin über Ursache und Verhinderung.

Begeistert zeigt sie sich vom Beispiel der Sprachpatenschaften, bei denen nicht nur Schulkinder, sondern auch deren Eltern Deutschunterricht erhalten. Diesen Unterricht bietet die Grundschule Bad Arolsen in Zusammenarbeit mit der Caritas schon seit zwei Jahren für Schüler und deren Eltern an.

Ein Bildband über das Christian-Daniel-Rauch-Museum – überreicht von Frauen-Union-Vorstand Eva Emde – soll der Ministerin zeigen, dass das Staatliche Museum Berlin nur eine Dependance des Bad Arolser-Rauchmuseums ist.

Bildunterschrift: Bildungslektüre: Eva Emde (Vorstand der Frauen-Union) überreichte der Familienministerin Ursula von der Leyen einen Bildband über das Christian-Daniel-Rauch-Museum. (Foto: Saure)

Quelle: HNA, 12.01.08, S. 13.

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Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen beim Neujahrsempfang der Frauen-Union

Entscheidung für Familie stärker fördern

WLZ-FZ vom 12.01.08 (von -ah-)

BAD AROLSEN (-ah-). Für eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen für junge Familien plädierte die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen beim Neujahrsempfang der Frauen-Union Bad Arolsen-Korbach. Damit seien nicht nur die finanziellen Möglichkeiten gemeint, dies sei auch eine Herzenssache.

Ihr sehnlicher Wunsch für 2008 traf denn auch die Herzen der rund 400 Zuhörer im „Sunset No. 1“, darunter auch sehr viele junge Leute: „Dass kein Kind mehr sterben oder bitter leiden muss“, sagte die Ministerin angesichts der im vergangenen Jahr bekannt gewordenen Fälle von getöteten, verwahrlosten und verhungerten Kleinkinder in Deutschland.

Hier fordert sie eine stärkere Vernetzung der bestehenden Hilfs- und Kontrollmöglichkeiten durch Hebammen, Ärzte, Jugendämtern, Familienhelfern und Polizei. Dazu gehöre auch ein von dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch geforderter besserer Datenausstausch zwischen den Landkreisen, um auch die häufig umziehenden, auffällig gewordenen Eltern beobachten zu können.

Bei Drogenmissbrauch, psychischen oder sozialen Problemen von Eltern müsse sich der Staat mehr um die betroffenen Kinder kümmern. „Das geschieht in unserer Mitte, wir müssen vorbeugen, uns kümmern und hinschauen“, sagt von der Leyen.

Zur Diskussion über schärfere Maßnahmen für jugendliche Straftäter sagte sie: „Wer sich nicht an die Regeln hält, der kriegt die Rote Karte,“ Gerade in der Pubertät müssten die Grenzen aufgezeigt werden. Es dürfe keine Angsträume für ältere Menschen in U-Bahnen oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und Räumen geben, erklärte sie unter dem Applaus der Zuhörer.

Bestätigt sieht sich die wegen ihrer familienpolitischen Forderungen in die Kritik geratene Ministerin mit der Einführung des Elterngeldes, das Vater oder Mutter ermöglicht, bei zwei Drittel des Einkommens aus dem Beruf für eine Jahr auszusteigen und sich ausschließlich dem Kind zu widmen. In Bayern, woher die meiste Kritik gekommen sei, werde das Elterngeld am häufigsten in Anspruch genommen: „Auf die jungen Väter kann man sich verlassen.“

Zwar werde in Studien seit Jahren unverändert festgestellt, dass sich die meisten Jugendlichen ein Familienleben wünschten. Doch seien die Rahmenbedingungen im Gegensatz zu den skandinavischen und angelsächsischen Ländern, zu Frankreich und den Benelux-Ländern in Deutschland schlechter. Entscheidend sei die Möglichkeit, zwischen Berufstätigkeit und Familie zu entscheiden – ganz ohne Gewissensbisse oder Häme für vermeintliche „Heimchen am Herd“.

Daher müssten die finanziellen Mittel für eine Kinderbetreuung und entsprechende Bildungsangebote von Anfang an bereitgestellt, Netzwerke um die Familien und eine familienfreundlichere Arbeitswelt geschaffen werden. Sie sei froh, dass sich Bund, Länder und Kommunen auf eine Anhebung der Mittel verständigt hätten.

Schließlich hob sie auch die Bedeutung der Betreuung von Kindern aus Zuwanderfamilien hervor. Bildung von Anfang an müsse ein Ziel sein, um eine Eingliederung in die Gesellschaft zu erreichen. Das Land Hessen leiste in Sachen Sprachförderung, frühkindliche Förderung und mit dem von Land und Kommunen finanzierten Bambini-Programm zur Betreuung der unter Dreijährigen so viel, dass sie „den Hut ziehen“ müsse.

Zum Neujahrsempfang begrüßte Elisabeth Sehmsdorff unter anderem Staatsminister Wilhelm Dietzel und MdL Claudia Ravensburg. Für die musikalische Umrahmung sorgte ein Ensemble der Musikschule Bad Arolsen unter der Leitung von Daniel Senft.

Bildunterschrift: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (4.v.r.) sprach gestern Nachmittag beim Neujahrsempfang der Frauen-Union Korbach-Bad Arolsen im Sunset No. 1. Unser Bild zeigt sie mit Hessens Umweltminister Wilhelm Dietzel (links neben ihr), MdL Claudia Ravensburg (2.v.r.) sowie Hannelore Brandt (r.), Elisabeth Sehmsdorff (3.v.r.) und Helga Brede (2.v.l.) von der Frauen-Union, Elke Jesinghausen (CDU-Mittelstandsvereinigung), CDU-Vorstandsmitglied Armin Schwarz (3.v.l.) und Kreisvorsitzendem Dr. Christoph Butterweck. (Foto: -ah-)

Quelle: http://www.wlz-fz.de/newsroom/regional/
dezentral/waldeck/art5299,199836
/ WLZ-FZ, 12.01.08

 


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