Presseberichte
Conti bremst
Produktion
Weniger Nachfrage bei Autoreifen
- Werksleiter Salokat: Keine
personellen FolgenVon Andreas
Hermann 23.09.08
KORBACH. Die
Continental AG hat ihre Produktion im
Werk Korbach nach unten korrigiert.
Statt der ursprünglich geplanten 10,6
Millionen Autoreifen im Jahr 2008
sollen jetzt nur noch etwas mehr als
zehn Millionen Stück am Standort
gefertigt werden.
„Das
Kaufverhalten in den Märkten hat sich
nicht so entwickelt, wie wir das
erwarteten“, sagte am Montag
Werksleiter Lothar Salokat. Als Gründe
für die geringere Nachfrage führte er
die hohen Energiepreise, die abschwächende
Konjunktur und die Probleme der
Automobilindustrie an. Um nicht zu
viele Pneus im Lagerbestand zu haben,
wird die Fertigung in Korbach im
letzten Quartal 2008 um acht
Produktionstage verringert. Zudem
beginnt die Weihnachtspause im Werk
bereits am 14. Dezember, vier Tage früher
als geplant.
„Ganz
normale Situation“
Nach Salokats
Angaben läuft in Korbach die
Produktion der Industriereifen und der
Zweiradreifen normal. Wie gewohnt soll
die Fertigung von Autoreifen ab Januar
2009 wieder laufen. „Das ist eine
ganz normale Situation“, betonte
Lothar Salokat. Auch in der
Vergangenheit - zum Beispiel im Jahr
2003 - habe man wegen veränderter
Marktlage bereits die Produktion
bremsen müssen.
In den
vergangenen Jahren allerdings stellte
sich die Situation durchweg anders dar.
Da musste Conti in Korbach zum
Jahresende stets noch einen Gang
zulegen und Sonderschichten fahren, um
die benötigten Stückzahlen überhaupt
zu schaffen.
Erstmals im Jahr
2007 war das Conti-Werk Korbach über
die Grenze von zehn Millionen
produzierten Autoreifen in einem Jahr
gekommen. Nun werden der steten
Steigerung Grenzen gesetzt.
Die beschlossene
Verringerung der Fertigung werde für
die derzeit 3200 Mitarbeiter am
Standort der Continental und der
ContiTech keine Folgen haben,
berichtete Lothar Salokat. Durch den
Abbau von Überstunden und Resturlauben
könne die Rücknahme der Produktion
ohne eine Reduzierung des Personals
abgefedert werden. Dies gelte für die
fest angestellten Beschäftigten
genauso wie für die Leiharbeitnehmer.

Weniger
Reifen als geplant: Die Conti hat wegen
der geringeren Nachfrage die Produktion
von Autoreifen am Standort Korbach nach
unten korrigiert. Unser Archivfoto
zeigt Werksleiter Lothar Salokat in
Vulkanisation, in der Gummilagen zu
Reifen verschmolzen. Foto: HNA-Archiv
Quelle: HNA
(Wal), 23.09.08, S. 11.
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