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Presseberichte

 

Korbach: Ausstellung "Mathematik zum Anfassen" eröffnet
Gießener Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher sorgte für manches Aha-Erlebnis

Von den 02.11.08

KORBACH (den). Im Wolfgang-Bonhage-Museum kann man seit Sonntag mit allem rechnen. Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher eröffnete die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“.

Auf Formeln oder Rechnungen verzichtet der Veranstalter komplett. Viel wichtiger: das Aha-Erlebnis am Ende.

Wie viel (erstaunliche) Mathematik in simplen Papierstreifen verborgen ist, das weiß der Leiter des Mathematikums in Gießen ganz genau. Locker und verspielt präsentierte er während seiner Eröffnungsrede ein Mathepuzzle aus zwei Teilen, im Flug entstehende Zwölfecke oder wie ein Quadrat aus zwei Ringen gebildet wird.

Besonders faszinierend ist das Möbiusband, ein „falsch“ zusammengeklebter Papierstreifen. Am Ende konnte Beutelspacher die Anwesenden sogar davon überzeugen, dass Mathematik auch ein Herz hat; bezogen auf die Möbiusbänder nach dem Zerschneiden sogar zwei, die ineinander verkettet sind.

Im Anschluss erkundeten die Gäste die Ausstellung im Museum auf eigene Faust. „Wir haben einfache Exponate, die die Gedanken anregen“, so Beutelspacher. Seit der eloquente Professor diesen etwas anderen Zugang zur Mathematik gefunden hat, ist der Erfolg unaufhaltbar. Im Museum erlebten die Besucher denn auch einen Autogramme gebenden Mathematiker. In den Pausen während der Eröffnungsveranstaltung präsentierte der angehende Mathelehrer Sebastian Hamel auf der Gitarre eigene Songs, einer besang sogar den „Hochpunkt auf die Mathematik“.

Mehr als 30 Stationen laden in den nächsten Wochen dazu ein, Mathematik, dieses „herzlose Fach“, ohne Formeln zu erleben. „Mathe bietet die Chance, etwas Unerwartetes zu treffen“, hatte Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Jansen nach einem kurzen Rückblick auf seine ersten Erlebnisse mit Mathe vor­ausgesagt.

Und der Einfallsreichtum der Mathematikum-Mitarbeiter ist in der Tat groß. Wie viele Smarties befinden sich auf einem großen Poster? Wie kann ich aus zwei unförmigen Klötzen eine Pyramide bauen? Oder: Wie fühlt es sich an, in einer Seifenblase zu stehen? Alles Fragen, die die Ausstellung ohne f-Formel oder Fünfersystem zu beantworten weiß – und so auch Mathemuffel anzieht.

„Mathe soll Spaß machen“, warf auch Bürgermeister Klaus Friedrich ein. Burkhard Wilm  (Fachbereichsleiter Mathe an der ALS) unterstützte ihn und sah in der Beschäftigung mit Mathematik gar einen positiven Effekt für die eigene Persönlichkeit: „Mathe macht nachdenklich, vorsichtig und genauer.“

Bis zum 23. November haben Interessierte noch die Möglichkeit herauszubekommen, ob dies auch auf sie zutreffen könnte.

Mathe ohne Formeln: Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher aus Gießen sorgte bei den Anwesenden für so manches Aha-Erlebnis - mit simplen Papierstreifen. In diesem Fall schnitt er einen "falsch" zusammengeklebten Streifen am Rand auseinander. Heraus kam dieses Gebilde. (Foto: den)

Quelle: http://www.wlz-fz.de/newsroom/
regional/dezentral/waldeck/art5299,722226
 

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Experimente für jedes Alter
Ausstellung "Mathematik zum Anfassen" im Wolfgang-Bonhage-Museum eröffnet

Von Elke Müller 02.11.08

KORBACH. Manche Menschen finden Mathematik kompliziert, reizlos, unverständlich, häufig sogar belanglos. Andere dagegen erleben Mathematik als berechenbar, gerecht und sehr verblüffend. "Ein Fach, sofern man in ihm gut ist, für das man relativ wenig machen muss", beschreibt Burkhard Wilm, Studiendirektor der Alten Landesschule Korbach diese Naturwissenschaft. Dass aber auch Mathemuffel Freude am Umgang mit Zahlen und Formeln finden können, zeigt die Wanderausstellung im Wolfgang-Bonhage-Museum in Korbach.

Seit zehn Jahren auf Tour

Seit über zehn Jahren begeistert die Ausstellung "Mathematik zum Anfassen" die Menschen in Deutschland. Nachdem sie sich im vergangenen Jahr bereits als großes Besuchermagnet erwiesen hatte, freut sich Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Janssen, die beliebte Wanderausstellung ein zweites Mal in Korbach zu präsentieren.

Zu sehen sind Experimente für alle Altersstufen. Angefangen beim berühmten Goldenen Schnitt, der auf vielfältige Weise in der Natur nachzuweisen ist, und bei dem eine Strecke so geteilt wird, dass die ganze Strecke zum größeren Teil im selben Verhältnis steht wie der große zum kleinen Teil. Mit der richtigen Mischung aus Schwung und Behutsamkeit kann man sich in einer Riesenseifenhaut einschließen oder in einem musikalischen Würfelspiel Mozarts Meisterwerke umkomponieren.

Möglich geworden sei dieses Projekt durch das Engagement einzelner Personen, wie zum Beispiel Renate Lanske, aber auch durch Zuwendungen durch die Energie Waldeck-Frankenberg oder den Wirtschaftsjunioren Waldeck-Frankenberg. Ihnen sprach Bürgermeister Klaus Friedrich bei der Ausstellungseröffnung seinen Dank und Verbundenheit aus.

Dass Mathematik keinesweg trocken sein muss, demonstrierte Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, Leiter des Mathematikmuseums Gießen, anhand verschiedener Vorführungen, die alle auf mathematischen Grundlagen basieren. So lüftete Beutelspacher das Geheimnis des Möbius-Bandes. Ein längerer Streifen Papier, dessen beiden Enden ringförmig zusammengeklebt werden, Eines der Enden wird aber vor dem Zusammenkleben um 180 Grad gedreht. Der dadurch erzielte Effekt: Es gibt weder Anfang und Ende, noch innen und außen oder oben und unten.

Viele Aha-Effekte

So wie die Vorführungen des Mathematikers die anwesenden Gäste verblüffte, ist die gesamte Ausstellung angelegt. An etwa 120 mathematischen Experimenten können die Besucher ihre eigenen Erfahrungen machen. Ob bei Knobelspielen, Experimenten oder Selbstversuchen, jeder kann so viel Mathematik zulassen, wie er möchte. Am Ende, so sind sich die Veranstalter sicher, wird jeder sehr viele eigene Aha-Effekte mit nach Hause nehmen können, und die Naturwissenschaft Mathematik vielleicht auch etwas anders betrachten.

Einige der ausgestellten Knobelspiele können im Foyer des Museums käuflich erworben werden.

Mathe macht Spaß: haben sich Johanna Engemann, Till Leithäuser und Noèl Backhaus auf die Brust geschrieben, hier bei dem Versuch, aus vielen kleinen Kängurus ein großes Puzzle zusammenzusetzen. Foto: E. Müller

Quelle: http://www.hna.de/korbachstart/00_2008
1102192957_Experimente_fuer_jedes_Alter.html
 

 


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