Presseberichte
Koch will behutsame
personelle Erneuerung der CDU
Auch programmatisch soll es in
Teilbereichen Änderungen geben Von
dpa/lhe 24.11.08
WIESBADEN.
Der hessische CDU-Vorsitzende Roland
Koch hat sich für eine behutsame
personelle Erneuerung seiner Partei
ausgesprochen. "Es wird in der
hessischen CDU immer sichtbarer werden,
dass wir eine Menge mehr Kräfte haben
als die, die jetzt den Karren
ziehen", sagte der Ministerpräsident
im Gespräch mit der Deutschen
Presse-Agentur (dpa) in Wiesbaden.
Zugleich habe die jetzige Mannschaft
in zehn Jahren gezeigt: "Wir können
das Land stabil regieren", sagte
Koch. Deshalb werde es eine Mischung
aus Kontinuität und Erneuerung geben.
Der Prozess habe bereits begonnen: Die
Bildungspolitik sei früher mit Ex-
Kultusministerin Karin Wolff verbunden
gewesen, jetzt sei sie mit dem Namen
von Minister Jürgen Banzer verbunden.
Auch das Programm der hessischen
Union für die Landtagswahl werde sich
verändern, sagte Koch. "Wir
wollen nicht im Wahlprogramm alles, was
wir an Erfahrungen gemacht haben,
wieder rückgängig machen." Dazu
rechnete er die von Banzer eingeführten
Veränderungen bei der
Gymnasialzeitverkürzung G8 sowie die
neuen Schwerpunkte auf Umweltpolitik
und nachhaltiger Entwicklung.
"Es bleibt dabei: Die CDU verändert
einen Teil ihres Programms, die SPD
vordergründig nur einen Teil ihres
Gesichts", sagte Koch mit Blick
auf den neuen SPD-Spitzenkandidaten
Thorsten Schäfer-Gümbel. Die
Vorsitzende Andrea Ypsilanti steuere
"weiter das Auto, und der
Spitzenkandidat ist die Kühlerfigur".
Das Verhältnis zur Linkspartei sei
weiter ungeklärt, weil die SPD sich
ein Bündnis mit ihr offenhalten wolle.
Koch forderte von der hessischen
Sozialdemokratie eine klare
Koalitionsaussage. "Wir werden ihr
die Frage nicht ersparen: Was will
sie?". Mit Schäfer-Gümbels Erklärung,
man sei nach allen Seiten offen,
"kann ein Wähler ja nichts
anfangen". Die CDU biete in dieser
Frage Klarheit: "Mein
Wunschpartner ist die FDP." Für
die SPD blieben erneut nur Grüne und
Linkspartei als Partner. Was dies
bedeute, habe der rot-grüne
Koalitionsvertrag gezeigt:
"Arbeitsplatzgefährdung statt
Schaffung neuer Stellen."
Trotz des kurzen Wahlkampfes bis zum
18. Januar erwartet Koch eine hohe
Wahlbeteiligung: "Selten war so
klar, warum es eine Wahl gibt. Das ist
keine gewöhnliche Landtagswahl."
Nach den unklaren Machtverhältnissen
brenne die Wählerschaft darauf, die
entscheidende Frage zu klären:
"Kommen wieder stabile Verhältnisse,
oder soll das Durcheinander in Hessen
weitergehen?" Mit einer hohen
Wahlbeteiligung lasse sich vielleicht
auch ein Wiedereinzug der Linkspartei
in den Landtag verhindern. (dpa/lhe)

Ministerpräsident
Roland Koch (CDU).
Quelle: http://www.hna.de/wahlstart/00_20081124
072000_Koch_will_behutsame_personelle_Erneuerung_
der_.html
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