Presseberichte
Kein Weg zur
Einigkeit
Haushalt 2009 der Kreisstadt mit
großer Mehrheit beschlossen - SPD
bleibt beim NeinVon Andreas
Hermann 15.12.08
KORBACH. Trotz Handreichung der SPD
und Appells der Grünen an die bürgerliche
Kooperation: Über den Haushalt 2009
der Stadt Korbach ließ sich in der
Stadtverordnetenversammlung am
Freitagabend keine Einstimmigkeit
erzielen. CDU, FWG und FDP trugen
keinen Änderungsantrag der
Sozialdemokraten mit, obwohl man in der
Sache gar nicht so weit auseinander
lag. Doch der Weg, den die SPD - etwa
beim Haus der Musik, der Sozialarbeit
in Kindergärten oder beim Straßenbau
- einschlagen wollten, lehnten die Bürgerlichen
stets ab.
Weil alle ihre
Vorschläge durchgefallen waren, sah
sich schließlich auch die SPD-Fraktion
nicht in der Lage, dem ersten
doppischen Haushalt der
Waldeck-Frankenberger Kreisstadt
zuzustimmen.
So wurde der
Haushaltsbeschluss mit großer Mehrheit
der Stimmen von CDU, FWG, FDP sowie von
Grünen und Republikaner gefasst. Änderungen
gegenüber dem Entwurf stellten
lediglich die vom Magistrat
eingebrachten Anträge dar, die
einstimmig angenommen wurden. Mit ihnen
verbessert sich der Haushalt 2009 der
Stadt Korbach auf einen erwarteten Überschuss
im Ergebnishaushalt von knapp 153 000
Euro (zuvor: knapp 67 000). Dem
Ergebnishaushalt liegen Erträge von
42,1 und Aufwändungen von 42 Millionen
Euro gegenüber. Der Finanzhaushalt erhöht
sich in den Erträgen auf 2,9 und in
den Aufwändungen auf 2,3 Millionen
Euro. Alle Steuern und Gebühren
bleiben unverändert.
Zwei Anträge
zur Bedingung
Ihre Zustimmung
zum Etat hatte die SPD von der Annahme
zumindest zweier ihrer Änderungsanträge
abhängig gemacht. Diese Pilotprojekte
hätten nach Angaben von Helmut Schmidt
(SPD) gerade einmal einen Betrag von
zusammen 21 000 Euro dargestellt.
Einerseits ging es dabei um die
Finanzierung einer halben Stelle für
die Sozialarbeit in einem Kindergarten,
andererseits um 1500 Euro zum Einstieg
in die musikalische Frühförderung im
Kindergarten. Letzterer Vorschlag hatte
im Ausschuss noch eine Mehrheit
gefunden, wurde in der
Parlamentssitzung aber - wie alle
anderen auch - abgelehnt.
Sozialdemokrat
Schmidt hatte die Kooperation dazu
aufgerufen, für diese beiden
Pilotprojekte über ihren Schatten zu
springen, dann werde auch die SPD den
Etat mittragen. Grünen-Fraktionschef
Daniel May appellierte an die Bürgerlichen,
nicht alle Vorschläge der SPD pauschal
abzulehnen, sondern in der Sache
nachzudenken.
Es änderte
nichts: Die Kooperation sprang nicht über
den Schatten. Und die SPD trug den Etat
nicht mit.
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Das sagt die CDU
„Wir
haben kein Geld zu verschenken“
Den Korbacher Haushalt 2009 wertete
CDU-Fraktionschef Andreas Kwoll als
„Fortsetzung der erfolgreichen
Entwicklung unserer Stadt“. Eine großartige
Leistung sei die Verarbeitung der
erheblichen Gewerbesteuer-Einbußen,
ohne dabei das Oberziel des
ausgeglichenen Haushaltes jemals zu gefährden.
Der Etat bringe keine Mehrbelastungen für
die Bürger. Viele SPD-Anträge seien
abzulehnen, da man sonst auf Förderungen
verzichte. „Wir haben in Korbach kein
Geld zu verschenken!“ (aha)

Andreas
Kwoll
Quelle: http://www.hna.de/korbachstart/00_2008
1214184956_Kein_Weg_zur_Einigkeit.html
/ HNA (Wal), 15.12.08, S. 10.
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