Presseberichte
Bäder bleiben, wo
sie sind
Stadtparlament votiert einstimmig für
Standort Stadthalle und WestringVon emr
18./19.12.08
KORBACH. Die
Schwimmbäder der Stadt Korbach
bleiben, wo sie sind und sollen saniert
werden. Das haben die Stadtverordneten
am Mittwochabend einstimmig
beschlossen. Der Neubau eines
kombinierten Frei- und Hallenbades ist
damit praktisch vom Tisch. Bis zum
kommenden Sommer sollen konkrete Pläne
für die grundhafte Sanierung des
Sport- und Freizeitbades an der
Stadthalle erstellt werden. Die
Sanierung des Freibades am Westring ist
für 2012 vorgesehen.
Konsens
herrschte in der Diskussion, dass
Korbach nicht mit Spaßbädern wie in
Willingen oder Medebach konkurrieren könne.
DenKampf um die längste Rutsche könne
man nur verlieren, hieß es.
Stattdessen wolle man mit Kinder- und
Seniorenfreundlichkeit punkten. Und mit
den Wettkampfbahnen, die das Korbacher
Bad für Schwimmwettkämpfe geeignet
mache.
Mehrere Redner
erklärten, bei der Sanierung der Bäder
müsse vor allem auch auf den
Energieverbrauch geachtet werden. Auch
die von den Grünen eingebrachte Idee,
das Freibad zu einem Naturschwimmbad
umzubauen, stieß bei mehreren
Stadtverordneten und Bürgermeister
Klaus Friedrich auf Interesse.
Friedrich
betonte, dass die Schwimmbäder Teil
der Daseinsvorsorge der Stadt für ihre
Einwohner seien. Dazu gehörten auch
„soziale Preise“. Friedhelm
Schmidt, Leiter des Eigenbetriebs
Technische Dienste/Feuerwehr, zu dem
auch die Bäder gehören, sagte auf
Nachfrage, dass im neuen Hallenbad auch
wieder eine Sauna vorhanden sein werde.
Indem man dort einen attraktiven
Wellnessbereich gestalte, hoffe man,
die Zahl der 10 000 Saunagäste pro
Jahr zu verdoppeln.
Reinhold Sude
(SPD) erklärte, seine Fraktion werde
zustimmen, obwohl man sich gewünscht hätte,
vorher zumindest einige finanzielle
Eckdaten für die Baukosten zu
erfahren. Bürgermeister Friedrich erklärte,
dass es zunächst um die reine
Standortentscheidung gehe. Da erst
danach mit der konkreten Planung
begonnen werde, könne man jetzt noch
keine Kostenplanung vorlegen. (emr)
Unsere
bisherigen Berichte zu diesem Thema
finden Sie unter www.hna.de/korbach.html

Standorte
bleiben: Das Freibad bleibt am Westring
(links), Sport- und Freizeitbad an der
Stadthalle. Foto: Google Earth/Montage:
emr
Quelle: http://www.hna.de/korbachstart/00_2008
1218084600_Baeder_bleiben_wo_sie_sind.html /
HNA (Wal), 19.12.08, S. 11.
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Hallenbadsanierung
könnte 2009 beginnen
Korbachs Parlament stimmt zuVon
jk 20.12.08
KORBACH (jk). Millionensummen müssen
fließen für Korbachs Bäder. Am
Mittwoch wagten die Stadtverordneten
den Startsprung zur gründlichen
Sanierung und übten sich im
politischen Synchronschwimmen:
langlebig bauen, Angebote für jung bis
alt, Wettkampfsport vor
Freizeitparadies.
Nach zwei
Jahren Debatten samt einer dicken
Planungsstudie kommt es anders, als zunächst
gedacht: Zur Adventszeit 2007
schwelgten Korbachs Parlamentarier noch
im „Cabrio“ der westfälischen
Stadt Senden. „Kombibad“ hieß die
Losung, die nach gründlicher
betrachtung wieder verworfen wurde.
Ein kombiniertes Hallen- und Freibad
kostet zweistellige Millionenbeträge
und ist am Ende wohl doch nur ein
teurer Kompromiss: Hallenbad mit etwas
Wellness, aber kein großzügiges Außengelände,
wie es die Korbacher im Freibad seit
fast 50 Jahren genießen.
Zusätzliche
Flächenversiegelung, Lärmschutz für
Nachbarn, „soziale Akzeptanz“,
zentrale Lage – all das warf Bürgermeister
Klaus Friedrich in die Abwägung, wenn
es um Standorte und Konzepte geht. Am
Ende folgten die Fraktionen
einhellig dem Vorschlag des Magistrats:
Die Standorte von Hallenbad und Freibad
bleiben bestehen. 2012 soll es erst an
die Sanierung des Freibads gehen, nächstes
Jahr aber schon ans Hallenbad.
Betreiber EWF soll bis Sommer Konzepte
für Sanierung/Neubau vorlegen.
„Keine
leichte Entscheidung, aber die Sachzwänge
sprechen eine eindeutige Sprache“,
resümierte SPD-Sprecher Reinhold Sude.
„Erster Schritt, damit wir zu einer
sachgerechten Lösung kommen“,
bilanzierte CDU-Fraktionschef Andreas
Kwoll. Auch FDP-Sprecher Arno Wiegand
und FWG-Kollege Maik Hartwig stimmten
zu. Wobei Hartwig deutliche Worte wählte:
„Pfusch“ beim Freizeitbad, das nach
15 Jahren schon gründlich saniert
werden muss. Grünen-Fraktionschef
Daniel May kritisierte
„Irrungen und Wirrungen“ in der
langen Diskussion. Zudem habe das
Gutachten eines Gothaer Fachbüros
„keinen Deut weitergebracht“. Die
Linie der Stadt sei nunmehr aber
richtig. Günstige Eintrittspreise und
ein schlüssiges Energiekonzept
forderten dabei die Grünen.

Startsprung für Sanierung: Das
Freibad kommt 2012 an die Reihe, 2009
schon das Hallenbad. (Foto: jk)
Quelle: http://www.wlz-fz.de/newsroom/
regional/dezentral/waldeck/art5299,758399
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