Presseberichte
Luft ist besser
geworden
Ergebnisse der Flechtenuntersuchung
- schlechte Luft im Osten der KernstadtVon
Ingo Happel-Emrich 18.12.08
KORBACH. Die
Luftqualität in Korbach ist seit 1993
besser geworden. Das hat die
Flechtenuntersuchung der Stadt ergeben.
Auf 70 Prozent der Flächen seien die
Indikatoren besser geworden, hieß es
am Mittwochabend in der
Stadtverordnetenversammlung. Auf 30
Prozent der Flächen sei die Luftqualität
gleich geblieben. Für die Analyse
wurden 350 Bäume untersucht und 73
Flechtenarten kartiert.
Die Untersuchung
der Flechten wurde von der Stadt im
Zusammenhang mit dem Bau des
MVV-Heizkraftwerkes in Auftrag gegeben.
Flechten gelten als Bioindikatoren für
die Luftgüte. Die Flechten-Analyse
kann aber keine Angaben zu speziellen
Schadstoffen und zu ihrer Menge machen.
Das hatte im Frühjahr die
Stadtverordnetenfraktion der Grünen
kritisiert: Die Flechtenuntersuchung
liefere keine Informationen zur
Belastung zum Beispiel mit
Schwermetallen und sei deshalb auch
nicht geeignet, eventuelle
Zusatzbelastungen durch das Kraftwerk,
in dem vorbehandelter Müll verbrannt
wird, zu erkennen.
Was kam aus
dem Kraftwerk heraus ?
Bei der
Betriebsstörung im Heizkraftwerk am 5.
Dezember seien große Mengen
hochkonzentrierter Rauch ungefiltert
aus dem Kesselhaus abgeblasen worden,
sagte Doris Jauer (Grüne) am Mittwoch
im Parlament. An diesem Tag war die
Stromversorgung des Kraftwerkes für 80
Minuten unterbrochen worden. Ein
Sprecher des Betreibers MVV hatte
danach gegenüber der HNA erklärt,
dass in dieser Zeit keine Abgase durch
die Schlote in die Umwelt gelangt
seien.
Einige Korbacher
hatte jedoch beobachtet, wie zum
Zeitpunkt der Betriebsstörung große
Mengen Dampf oder Rauch über dem
Kraftwerk aufstiegen. Auf Anfrage von
Daniel May (Grüne) erklärte Dieter
Vogel vom städtischen Bauamt, dass
sich die Stadt beim Regierungspräsidium
wegen des Vorfalls erkundigt habe. Das
RP habe geantwortet, dass ein
Stromausfall im Kraftwerk nicht
auszuschließen sei und diese Art der
Betriebsstörung bei der Genehmigung
berücksichtigt worden sei. Eine
Beeinträchtigung von Umwelt oder
Gesundheit sei jedoch nicht zu befürchten,
so der RP.
Helmut Schmidt
(SPD) nannte es einen „riesengroßen
Skandal“, sollten tatsächlich
ungefilterte Abgase über das
Kesselhaus entwichen sein. Bürgermeister
Klaus Friedrich sagte zu, dass man sich
diesbezüglich nochmals mit dem
Regierungspräsidium in Verbindung
setzen werde.
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Luftgüte
Gering: Östliche
Kernstadt, Briloner Landstraße.
Mittel: restliche Kernstadt, Ober-Ense,
Strothe, Meineringhausen. Hoch:
Helmscheid, Lelbach, Nieder-Ense. Sehr
hoch: Eppe, Alleringhausen,
Hillershausen. Keine Probe:
Nieder-Schleidern.
Quelle: http://www.hna.de/korbachstart/00_2008
1218080500_Luft_ist_besser_geworden.html /
HNA (Wal), 19.12.08, S. 11.
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