Presseberichte
Bebauung an der
Kalkmauer möglich
Stadt ändert Bebauungsplan:
Gemischte Baufläche statt
öffentlicher GrünlageVon emr 19.12.08
KORBACH. Eine Änderung
des Flächennutzungsplanes und des
Bebauungsplanes für den Bereich An der
Kalkmauer/Katthagen hat das Korbacher
Stadtparlament mit den Stimmen von CDU,
FDP und FWG beschlossen. Die SPD
stimmte mit Nein, die Grünen
enthielten sich.
Mit der Änderung
wird eine bisher als öffentliche Grünfläche/Parkanlage
ausgewiesene Fläche in gemischte Bauflächen
umgewandelt. Im Bereich Kalkmauer waren
früher einige vorhandene Gebäude als
nicht zu erhalten und abzubrechende
Bauwerke gekennzeichnet worden. Die
Stadt habe diese Häuser dann aber
verkauft, anschließend seien sie
saniert beziehungsweise erweitert
worden.
Das ursprünglich
Ziel, diesen Bereich als Parkanlage zu
erhalten, sei dadurch aufgegeben
worden. In den Bauleitplänen sei dies
aber bisher nicht geändert worden. Um
die vorhandene Bebauung
planungsrechtlich abzusichern, müsse
man jetzt die Pläne ändern, heißt es
in der Beschlussvorlage.
Das stieß bei
der SPD auf Kritik, da konkret auf
einem noch unbebauten Grundstück an
der Kalkmauer jetzt eine Bebauung
zugelassen werde. Ralf Backhaus und Günter
Schulze kritisierten, dass, sollte dort
gebaut werden, ein Teil der äußeren
Stadtmauer abgerissen werden müsse.
Schulze: „Andere Städte beneiden uns
um die gut erhaltenen Stadtmauer“.
Daniel May (Grüne)
erklärte, dass es sich bei der kleinen
Kalkmauer gar nicht um ein historisches
Bauwerk handelt. In diesem Bereich sei
früher Sumpfgelände gewesen, die
Stadtmauer in diesem Bereich deshalb
nur einfach ausgeführt gewesen. May:
„Das habe ich schon im
Heimatkundeunterricht in der dritten
Klasse gelernt“. Die Idee eine Grüngürtels
rund um die Altstadt sei gut gewesen,
doch habe die Stadt selbst dagegen
verstoßen, indem sie zwischen
Berndorfer Tor-Platz und Kalkmauer das
Parkdeck gebaut habe.
Andreas Kwoll
(CDU), sagte, der städtische Grüngürtel
werde durch die jetzige Planänderung
nicht gefährdet. Kwoll: „Wir wollen
die Stadt entwickeln und nicht
verwalten“. (emr)
Quelle: HNA (Wal), 19.12.08, S. 11.
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