Presseberichte
"Wir müssen
die Ängste sehr ernst nehmen"
Runder Tisch zur
"Kinderstudie Umwelt und
Gesundheit im Landkreis"
einberufen Von r 03.06.09
Ärzte, Sachverständige,
Mitglieder der Bürgerinitiative und
Conti-Vertreter trafen sich gestern zum
ersten Mal. Der runde Tisch will
Ursachen für die erhöhte Zahl an
Atemwegserkrankungen bei Kindern
erörtern.
KORBACH. Nachdem am 13. Mai die von
der Heinrich-Heine-Universität in
Düsseldorf erstellte
"Kinderstudie zu Umwelt und
Gesundheit im Landkreis Waldeck-Frankenberg“
vorgestellt wurde, trat der runde Tisch am Dienstag zum ersten
Mal zusammen. Bürgermeister Klaus Friedrich hatte in
Abstimmung mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Peter
Niederstraßer unter anderem Vertreter des
Waldecker Ärztenetzes, Sachverständige, Gesundheits- und
Verkehrsbehörden sowie Vertreter der Bürgerinitiative „Für
ein lebenswertes Korbach“ und Vertreter der Continental AG
eingeladen. Zunächst müssten die genauen Ursachen der in
der Studie festgestellten erhöhten Atemwegserkrankungen bei
Kindern festgestellt werden, so Bürgermeister Friedrich.
Danach müsse entsprechend schnell und zielorientiert
gehandelt werden. In diesem Zuge sprach sich Friedrich auch für
die Errichtung einer Luftmessstation in Korbach aus. Darüber
hinaus müsse parallel eine Diskussion über eine
Belastungsuntersuchung geführt werden.
„Wir brauchen einen abgestimmten Aktionsplan, der auch
zur nötigen Versachlichung beitragen muss“, sagte Friedrich.
Er habe in den letzten Tagen viele Gespräche mit besorgten
und zum Teil betroffenen Eltern geführt: „Wir müssen die Ängste sehr ernst nehmen. Wir
haben aber auch die Pficht, sie nicht weiter zu schüren. Wir alle
müssen für Versachlichung und Transparenz stehen.“
Der runde Tisch könne als erster Schritt angesehen
werden, um „Sachverstand zu bündeln, mit aller Professionalität
den Ursachen auf den Grund zu gehen und schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen“.
Ein weiteres Treffen sei in Kürze
vorgesehen. (r)
Quelle: WLZ, 03.06.09, S. 13.
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