Christlich Demokratische Union Deutschlands
Christlich Demokratische Union Deutschlands
Stadtverband Korbach
   KontaktHome  KontaktKontakt  ImpressumImpressum  SitemapSitemap
 


Presseberichte

 

Mehr Geld für mehr Betreuung
Integrativer Kindergarten "Mobile": längere Öffnungszeit für eine zweite Gruppe

Von Jörg Kleine 04.06.09

Längere Tagesbetreuung in den Kindergärten wird für junge Familien immer wichtiger. Für die Lebenshilfe-Tagesstätte "Mobile" gibt die Stadt Korbach deshalb erneut einen Sonderzuschuss.

KORBACH. "Mobile" - der Name ist Programm im Kindergarten der Lebenshilfe. Korbachs inte-
grative Tagesstätte will beim Betreuungsangebot weiter beweglich bleiben für Familien.

Gestern sicherte Bürgermeister Klaus Friedrich dem Kindergarten weitere knapp 20 000 Euro zu. Damit wird eine halbe Stelle für Erzieherinnen finanziert, um Öffnungszeiten von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr am Nachmittag zu garantieren.

Zehn Stunden täglich, das gibt es im Kindergarten „Mobile“ bereits seit Sommer 2001, erklärt Heidrun Barnikol-Veit, Fachbereichsleiterin beim Lebenshilfe-Werk Waldeck-Frankenberg. Doch der Bedarf ist weiter gewachsen, fügt Leiterin Cordula Göbel an.

Deshalb gab die Kreisstadt voriges Jahr erstmals über die regelmäßige Finanzierung hinaus einen Zuschuss für eine zweite integrative Gruppe mit verlängerter Betreuungszeit. Dies war von der Stadt zunächst auf ein Jahr befristet, läuft aber im kommenden Kindergartenjahr nunmehr weiter.

Immer stärker wird dabei in Korbach die Nachfrage für Betreuung von Mädchen und Jungen unter drei Jahren, bestätigt auch Christoph Knebel (Sozialamt): „Derzeit rund 50 Prozent der neuen Anmeldungen“.

So bietet Korbach – inklusive Tagesmütter – inzwischen schon für rund 35 Prozent der Zweijährigen einen Betreuungsplatz. Ein Ergebnis, das sich die Kreisstadt ursprünglich erst als Ziel für 2012 gesteckt hatte, betont Bürgermeister Klaus Friedrich: „Jetzt gehen wir gezielt auch in den Bereich von Kindern unter zwei Jahren.“

Der Rathauschef möchte den „klassischen Kinderhort-Gedanken“ für Korbach weiter vorantreiben, um Familien zu unterstützen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde immer wichtiger. Als Folge müssten Kindergärten, Vorschule und Schule mit ihren Angeboten noch stärker verzahnt werden. Verlängerte Öffnungszeiten und Betreuung auch der Jüngsten in den Kindergärten seien indes nicht zum Nulltarif zu haben.

Insgesamt biete die „sehr lebendige Korbacher Kindergarten-Landschaft“ Öffnungszeiten von 7 bis 17.30 Uhr und auch Betreuung in den Ferien. 

Bildunterschrift: Guten Rusch ins neue Kindergartenjahr: Die Stadt Korbach gibt erneut einen Sonderzuschuss für die Tagesstätte der Lebenshilfe. Unser Bild zeigt (v.l.) Heidrun Barnikol-Veit, Cordula Göbel, Bürgermeister Klaus Friedrich und Christoph Knebel (r.) mit "Mobile"-Kindern. Foto: Kleine.

Hintergrund: Kindergärten

Die Kindergärten in Korbach haben unterschiedliche Träger. Es gibt städtische, kirchliche – und privat geführte Tagesstätten. Beispiel ist die Lebenshilfe, hinzu kommen Vereine als Träger, etwa in Meineringhausen.

Als Zuschussgeber sitzt die Stadt bei allen Kindergärten mit im Boot. Für den Kindergarten der Lebenshilfe sind das allein 300 000 Euro pro Jahr. Insgesamt muss die Stadt jährlich knapp drei Millionen Euro für Kinderbetreuung zuschießen. Denn die Elternbeiträge decken nicht mal 20 Prozent des Budgets.

Summa summarum bieten Korbacher Kindergärten rund 960 Plätze. (jk)

Quelle: Waldeckische Landeszeitung, 04.06.09, S. 14.


Seite drucken


Ticker
Linie