Presseberichte
Zwischen den
Naturgewalten
Feuerwehr Nordenbeck vor 75
Jahren gegründet - Festakt,
Vorführungen, Spiele Von pfa 08.06.09
KORBACH-NORDENBECK. Mit einem
Festakt, interessanten Vorführungen
und Spielen für angehende Brandschützer
hat die Nordenbecker Feuerwehr am
Samstag ihr 75-jähriges Bestehen
gefeiert.
Als eine „Geschichte zwischen den
Naturgewalten“ hat Pfarrer Burkhard
Uffelmann am Samstag die 75-jährige
Historie der Nordenbecker Feuerwehr
bezeichnet. Dabei wünschte der für
das Kirchspiel zuständige Pfarrer den
Kameraden der Jubiläumswehr, dass sie
in Zukunft möglichst selten mit echten
Flammen zu tun haben mögen, das Feuer
Gottes aber immer bei ihnen sein möge.
Uffelmann war einer der Redner beim
Festakt in Schmidts Scheune – hierher
hatten die Kameraden um Wehrführer
Andreas Matzkeit die Jubiläumsfeier
wegen des strömenden Regens verlegen müssen.
Der Stimmung tat das aber keinen
Abbruch. Matzkeit, der neben Ehrengästen
auch Dorfbewohner, Kameraden der
umliegenden Wehren und den Nachwuchs
der Korbacher „Feuersalamander“
begrüßte, blickte auf die 75-jährige
Geschichte der Wehr zurück (wir
berichteten). Der Wehrführer
unterstrich in seinen Worten vor allem
den Zusammenhalt der
Einsatzabteilungen: „Eine Wehr allein
kann fast nichts. Alle zusammen sind
wir immer stärker.“ Dies habe man
vor allem bei größeren Einsätzen in
der vergangenen Jahren immer wieder
unter Beweis gestellt.
Auch Bürgermeister Klaus Friedrich
wies auf die Bedeutung der Gemeinschaft
und die Rolle der einzelnen Partner
hin. „Wir sind wichtiger Bestandteil
des Ganzen.“ Für die Nordenbecker
bedeute dies, zu einer Gemeinschaft von
450 aktiven Wehrleuten in der Großgemeinde
zu gehören. Die Gründung einer Wehr
sei das eine; das eigentlich Bedeutsame
sei allerdings, im Laufe von 75 Jahren
immer wieder Menschen für die
ehrenamtliche Arbeit in der Wehr zu
begeistern. Dies sei in Nordenbeck
hervorragend gelungen. Als ebenso
hervorragend bezeichnete der Bürgermeister
den Ausbildungsstand.
„Die Wehr steht zum Jubiläum glänzend
da“, sagte Stadtbrandinspektor
Friedhelm Schmidt. Die Nordenbecker
verfügten über ein neues Gerätehaus
mit einem jungen Fahrzeug, seien bei
Wettkämpfen ebenso wie im Einsatz sehr
leistungsfähig und würden neben
Kreisausbildern auch Schiedsrichter
stellen. Schmidt wünschte der Jubiläumswehr
weiterhin genügend Nachwuchs und „so
gute Führungskräfte wie heute“. Der
oberste Brandschützer Korbachs überreichte
als Geschenk eine Atemschutzüberwachungstafel,
die noch mehr Sicherheit bei
Innenangriffen gewährleisten soll.
Den Glückwünschen zum Jubiläum
schloss sich auch Manfred Hankel,
Vorsitzender des
Kreisfeuerwehrverbandes, an. Man müsse
dem gesamten Ort dankbar sein, dass es
gelungen sei, über 75 Jahre eine
Feuerwehr auf freiwilliger Basis zu
erhalten, sagte Hankel. Er überreichte
eine Ehrenurkunde.
Ortsvorsteher Karl-Heinz Kiepe,
selbst Mitglied in der Wehr, lobte
seine Mitbürger und Kameraden für die
geleistete Arbeit in Brandschutz und
technischer Hilfe. Neben guter
Ausstattung und Ausbildung sei in
Nordenbeck vor allem eines vorhanden:
kameradschaftliches Miteinander. Um den
Brandschutz in den Ense-Dörfern sei
ihm daher nicht bange, sagte Kiepe.
Feuerwehren, THW und DRK gestalteten
das spätere Programm, bei dem unter
anderem eine simulierter
Rettungseinsatz nach einem angenommenen
Verkehrsunfall sowie eine Fettexplosion
zu sehen waren. (pfa)

Als nützliches Geschenk überreichte
Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt
(Mitte) dem Nordenbecker Wehrführer
Andreas Matzkeit (Dritter von rechts)
eine Atemschutzüberwachungstafel für
Brandeinsätze. Das Bild zeigt Schmidt
und Matzkeit gemeinsam mit (von links)
Ortsvorsteher Karl-Heinz Kiepe, Bürgermeister
Klaus Friedrich, Pfarrer Burkhard
Uffelmann, Vereinsvertreter Karl-Heinz
Schulze und dem Vorsitzenden des
Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel,
während des Festaktes am
Samstagnachmittag.

Zum Glück kein Ernstfall: Kameraden
der Goldhäuser Feuerwehr
demonstrierten beim Jubiläumsfest in
Nordenbeck, wie ein verletztes
Unfallopfer aus einem Auto befreit
wird. Für Kinder standen Löschübungen
an einem Modellhaus auf dem Programm.
Fotos: Sascha Pfannstiel.
Quelle: Waldeckische Landeszeitung,
08.06.09, S. 13.
|