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Presseberichte

 

Der Jugend eine Stimme
Kreisstadt will junge Leute an Projekten beteiligen - Empfehlung des Ausschusses

Von Andreas Hermann 11.06.09

KORBACH. Junge Leute sollen künftig in für sie bedeutsame Entscheidungen der Stadt Korbach einbezogen werden. Die Beteiligung soll sich auf konkrete Vorhaben beziehen und durch die Teilnahme an öffentlichen Foren erfolgen. In diesen Veranstaltungen werden Kinder und Jugendliche Gelegenheit erhalten, ihre Ansichten zu präsentieren und eigene Vorschläge zur Umsetzung und Gestaltung der Projekte zu machen.

Das Konzept des Magistrats zur Beteiligung junger Leute wurde am Dienstagabend von den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschuss sowie des Haupt- und Finanzausschusses einstimmig den am Donnerstag, 18. Juni, tagenden Stadtverordneten empfohlen.

Antrag der SPD-Fraktion

Die Vorlage geht auf einen Antrag der SPD zurück, die im Haushalt eine Stelle „Jugendparlament“ einrichten wollte (wir berichteten). Wie junge Leute in politisch-kommunale Entscheidungen eingebunden werden können, das untersuchte daraufhin eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Fraktionen, der Verwaltung und des Jugendbildungswerks. Gehört wurden auch Jugendliche und Mitglieder der Schülervertretungen sowie Lehrer der weiterführenden Schulen in Korbach.

Keine Institutionalisierung

Als Ergebnis habe sich das Gremium gegen eine Institutionalisierung - etwa in Form eines Jugendparlaments - und statt dessen für eine projektbezogene Beteiligung ausgesprochen. „Das ist der bessere Weg“, meinte auch Bürgermeister Klaus Friedrich.

Das Konzept sollen die Stadtverordneten beschließen. Danach wird die Verwaltung künftig dazu verpflichtet, bei Projekten zu prüfen, ob sich eine Beteiligung junger Leute anbietet. Fraktionen erhalten ein Vorschlagsrecht zur Einberufung von Informationsveranstaltungen.

Über Schülervertretungen

Um möglichst viele junge Leute zu erreichen, sollen die Themen über die Schülervertretungen in die Klassen gegeben werden. Bei rein ortsteilbezogenen Projekten werden nur Kinder und Jugendliche des Stadtteils eingeladen.

In der Frage des Alters will die Stadt bei Beteiligungen flexibel bleiben - je nach Projekt und Engagement der Jugend.

Quelle: Waldeckische Allgemeine, 11.06.09, S. 3.


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