Presseberichte
Korbacher Spalte
wird Zentrum des Geoparks
Stadt und Kreis stellen Pläne
vor - Großzügige Freizeitanlagen Von
Andreas Hermann 01.07.09
WALDECK-FRANKENBERG. Das Areal an
der Korbacher Spalte soll in den nächsten
Jahren zum Mittelpunkt des Geoparks
Grenzwelten ausgebaut werden. Die Pläne
für die Millionen Euro teure
Umgestaltung am Ortsausgang Richtung Vöhl/Frankenberg
haben am Dienstag die Stadt Korbach und
der Landkreis Waldeck-Frankenberg
vorgestellt.
Die
Projektstudie von Architekt Christoph
Hesse (Korbach) sieht den Umbau des
ehemaligen Kalkturms vor, der künftig
als weithin sichtbares
Informationszentrum des kreisübergreifenden
Geoparks genutzt werden soll. Geplant
ist, das Innere des 14 Meter hohen
Silo-Turmes begehbar zu machen und auf
dem Bauwerk eine Aussichtsplattform zu
errichten. Ziel dieses
Gemeinschaftsprojektes ist die
Aufwertung und die Vernetzung des
Geoparks, betonten alle Beteiligten.
Altes Klärwerk
einbezogen
Einbezogen in
die Pläne wird das Gelände der
ehemaligen Kläranlage - gegenüber der
Korbacher Spalte auf der anderen Seite
der Frankenberger Landstraße. Dort
wird eine großzügige Freizeitanlage
mit künstlichen Seen entstehen. Ein
Bereich soll der Erholung, einer der
Bewegung dienen.
Die Kosten
allein für das Kläranlagen-Gelände
bezifferte Bürgermeister Klaus
Friedrich auf 2,5 Millionen Euro. Die
Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen.
Angebunden wird dort auch der Radweg,
der derzeit auf der Bahntrasse von
Korbach aus ins Edertal gebaut wird.
„Das ist erstmal ein Einstieg, der
Startschuss ist gegeben“, sagte
Friedrich.
„Das wird der
zentrale Anlaufpunkt des Geoparks im
Bildungs- und im Touristikbereich“,
betonte Kreisbeigeordneter Otto Wilke.
Mit Blick auf die Pläne sprach er vom
gelungenen ersten Schritt. Wenn der
Geopark im Herbst die erhoffte
nationale Anerkennung erhält und sich
dadurch auch Fördermöglichkeiten
ergeben, sollen bald viele weitere
Schritte folgen.

Große
Pläne für die Korbacher Spalte: Im
Vordergrund präsentieren Wirtschaftsförderer
Claus Günther (links) und Architekt
Christoph Hesse ein Tonmodell zur künftigen
Gestaltung des Areals. Das
Geopark-Zentrum soll am ehemaligen
Kalkturm entstehen. Foto: Hermann
Hintergrund: Kein
Ende an Kreisgrenzen
Der Geopark
Grenzwelten will die geotouristischen
Aushängeschilder der Region
herausstellen. Das Gesamtgebiet ist
inzwischen in neun Zentren
untergliedert: Korbach-Ittertal,
Naturpark Diemelsee, Natur- und
Nationalpark Kellerwald , Burgwald,
Waldeck-Edersee, Ederbergland,
Nordwaldeck, Wolfhager Land und
Hochsauerland.
Zu den
Attraktionen (Geo-Highlights) zählen
Korbacher Spalte, Adorfer Klippe,
Eisenberg-Gold, Werbetal-Felsen, Koppe
Odershausen, Bruchhauser Steine,
Stedefelsen Allendorf, Saurierfährten
Steinbruch Rodenbach, Burgwaldmoore,
Edersee-Atlantis, Scharfer Stein
Volkmarsen und Jagdstation Buhlen.
(aha)
Zum Tage: Richtiger
Standort
Andreas
Hermann über das Geopark-Zentrum
Das
Informationszentrum für den Geopark
Grenzwelten wird an der Korbacher
Spalte errichtet. Die Fossilfundstätte
rückt damit in den Mittelpunkt eines
Parks, der die geologischen
Besonderheiten der Region einer breiten
Öffentlichkeit vorstellen will. Einer
Region, die neben Waldeck-Frankenberg
auch Teile der Kreise Schwalm-Eder,
Kassel, Marburg-Biedenkopf sowie des
westfälischen Hochsauerlandes umfasst.
Korbach ist die
richtige Wahl für die Zentrale des
Geoparks. Die Korbacher Spalte ist die
mit Abstand bedeutsamste geologische Stätte
der gesamten Region. Immerhin gilt sie
als die zweitälteste Fossilien führende
Spalte weltweit und ist - dank
Procynosuchus - in Fachkreisen auch
international bekannt.
Davon ab:
Waldeck-Frankenberg hat es aus noch
einem anderen Grund verdient, im
Zentrum dieses grenzübergreifenden
Geoparks zu stehen. Unser Kreis war der
Initiator und ist nach wie vor der
Motor für die Einrichtung. Das gilt
nicht zuletzt für Konzept, Finanzen
und das Bemühen um nationale
Anerkennung. Die Zentrale ist hier
genau richtig. aha@hna.de
Quelle: Waldeckische Allgemeine,
01.07.09, S.
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