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Presseberichte

 

Ort für alle Konfessionen
Stadtkrankenhaus weiht neue Kapelle für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter ein

Von Andreas Hermann 09.07.09

KORBACH. Mit einem ökumenischen Gottesdienst ist am Mittwochabend die neue Kapelle des Korbacher Stadtkrankenhauses eingeweiht worden. An der Veranstaltung, die von dem katholischen Klinik-Seelsorger Burkhard Speicher und dem evangelischen Klinik-Seelsorger Michael Böttcher geleitet wurde, nahmen Vertreter nahezu aller Glaubensrichtungen der Region teil. Der Andrang war so groß, dass Stühle aus Nebenräumen geholt werden mussten, um alle Besucher in dem Kapellen-Raum unterzubringen.

Eineinhalb Jahre der Planung und mehrere Monate Bauzeit hat es bis zur Fertigstellung dieses Gemeinschaftsprojektes gedauert. Zu finden im neuen Anbau der Hessenklinik (nahe der Cafeteria), steht der Raum nun allen Patienten, Angehörigen und auch den Beschäftigten rund um die Uhr zur Verfügung.

Für die künstlerische Gestaltung zeigte sich Claudia Krämer (Taunusstein) verantwortlich. Sie schuf das gläserne Altarbild und bemalte die Fensterscheiben. Besonderheit: Ins Altarbild können mit Sorgen und Wünschen versehene Zettel gesteckt werden.

An den Kosten für die künstlerischen Gestaltung der Kapelle (35 000 Euro) beteiligten sich die Evangelische Landeskirche, das Erzbistum Paderborn und die Hessenklinik jeweils mit 10 000 Euro. Die restlichen 5000 Euro brachten örtliche evangelische und katholische Gemeinden auf.

Mensch im Mittelpunkt

Die Gesamtkosten für die Kapelle bezifferte Klinik-Geschäftsführer Armin Müller auf 150 000 Euro. Sie stelle den endgültigen Abschluss des 1. und 2. Bauabschnitts dar. Dieser Raum der Stille im Stadtkrankenhaus solle dazu dienen, den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen, betonte Bürgermeister Klaus Friedrich. Er dankte den Kirchen für die enge Mitarbeit.

Als einen Raum für die Seele wollte Burkhard Speicher die Klinik-Kapelle verstanden wissen. Michael Böttcher wünschte sich, dass Menschen in diesem bewegenden Raum Kraft und Frieden finden.

m Namen aller Korbacher Kirchen dankte Dekan Bernd Böttner für die Verwirklichung der Klinik-Kapelle, die Menschen aller Konfessionen offen stehe. Gottesdienste werden jeweils mittwochs um 18.30 Uhr angeboten.

Und da kommen die Wünsche und Sorgen rein: Künstlerin Claudia Krämer (rechts) zeigt die Löcher, in die Besucher der Kapelle persönliche Zettel an dem Glasbild hinter dem Altar befestigen können. Mit im Bild (von links) Seelsorger Michael Böttcher, Vikar Dr. Marcus Böhne, Bürgermeister Klaus Friedrich, Klinik-Geschäftsführer Armin Müller und Seelsorger Burkhard Speicher. Foto: Hermann

Quelle: Waldeckische Allgemeine, 09.07.09, S. 1.


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