Presseberichte
Korbacher
Hallenbad wird ab 2010 erneuert
Sanierung
des Freibades wird auf spätere Jahre
verschoben Von Ingo
Happel-Emrich 22.08.09
KORBACH. Die Stadt Korbach muss im
kommenden Jahr ihr Hallenbad
grundlegend sanieren oder neu bauen.
Grund sind Mängel an Elektrik- und Lüftungsanlagen
sowie am Brandschutz im jetzigen
Hallenbad an der Stadthalle. Die gröbsten
Mängel werden kurzfristig für einen
hohen fünfstelligen Euro-Betrag
behoben, so dass das Hallenbad im
September noch einmal öffnen kann.
Einen weiteren Betrieb ohne
grundlegende Sanierung erlaubt die
Brandschutzaufsicht nicht.
Ursprünglich
sollte im kommenden Jahr das Freibad
mit Geld aus dem Konjunkturförderprogramm
saniert werden. Diesen Beschluss wollen
die Stadtverordneten am Montag zu
Gunsten des Hallenbades aufheben.
Der Hintergrund:
Würden im kommenden Jahr beide Bäder
saniert beziehungsweise neu gebaut, hätte
Korbach für zwei Jahre kein nutzbares
Schwimmbad.
Damit ist die
Diskussion über die Zukunft der
Korbacher Bäder wieder eröffnet. Die
SPD hat jetzt beantragt, einen
Parlamentsbeschluss vom Dezember 2008
aufzuheben. Damals hatte die
Stadtverordnetenversammlung
beschlossen, Hallen- und Freibad an den
bestehenden Standorten zu sanieren. Der
SPD-Antrag fand jetzt in den Ausschüssen
eine Mehrheit und kommt am nächsten
Montag ins Parlament. Jetzt soll auf
Vorschlag der SPD geprüft werden, ob
die Stadt nicht auch auf dem Gelände
des jetzigen Freibades eine Kombination
aus Frei- und Hallenbad bauen kann. Auf
Anregung der CDU soll der Magistrat
untersuchen, welche Bau-, Energie- und
Personalkosten bei einer Sanierung der
bestehenden Bäder beziehungsweise dem
Neubau eines kombinierten Bades
entstehen.
Die Entscheidung
über die Zukunft der Bäder soll noch
in diesem Jahr getroffen werden. Bürgermeister
Klaus Friedrich kündigte an, die
Nutzer der Bäder in die Diskussion
einzubinden.
Hintergrund: Das
Hin und Her der Sanierung
Im Dezember 2008 hatte das Parlament
beschlossen, das Hallenbad im Jahr 2009
zu sanieren. Daraufhin erlaubte das
Brandschutzamt den weiteren Betrieb -
trotz der Mängel. Als im Frühjahr die
Konjunkturprogramme aufgelegt wurden,
beschloss man, statt des Hallenbades im
Jahr 2010 das Freibad zu sanieren. Der
Grund: Freibäder werden - anders als
Hallenbäder - eigentlich nicht gefördert.
Das Konjunkturprogramm ist die
Ausnahme. Daraufhin verlangte die
Brandschutzaufsicht technische
Nachbesserungen am Hallenbad für die
Saison 2009/2010. Ohne grundlegende
Sanierung dürfe das Hallenbad danach
nicht wieder geöffnet werden, hieß
es. (emr)
Zum Tage: Zurück
auf Los
Ingo
Happel-Emrich zur Korbacher Bäderfrage
Gehen Sie zurück
auf Los, begeben Sie sich direkt
dorthin ... Diese Ereigniskarte aus dem
Spiel Monopoly gilt jetzt auch für die
Korbacher Stadtverordneten. Denn die
Frage, welche Schwimmbäder die Stadt
in Zukunft haben will und soll, ist
wieder völlig offen. Neben der
Sanierung von Hallen- und Freibad soll
nun auch der Neubau beider Bäder an
einem gemeinsamen Standort geprüft
werden.
Das ist
sinnvoll, denn die Entscheidung, die
nun getroffen wird, gilt für die nächsten
40 Jahre. Es ist gut, dass man für
alle möglichen Varianten die
entstehenden Bau- und Betriebskosten prüfen
will. Wichtig ist neben der Kostenfrage
aber auch die der Akzeptanz der
Entscheidung in der Bevölkerung. Nur
ein Schwimmbad, das von den Menschen
gewollt wird, lässt sich auch möglichst
wirtschaftlich betreiben.
Deshalb ist es
richtig, dass die Nutzer der Bäder in
die Diskussion einbezogen werden
sollen. Das muss möglichst umfassend
geschehen. Die Alternativen müssen in
einer Bürgerversammlung öffentlich
vorgestellt und diskutiert werden. emr@hna.de
Quelle: HNA (Wal), 22.08.09, S. 1.
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