Presseberichte
Neuer
Platz auf der Hauer
Fußballer
des TSV erhalten Kunstrasenfeld -
Training auch im Winter möglich Von Ingo
Happel-Emrich 22.08.09
KORBACH. Statt für die Sanierung
des Freibades soll das Geld aus den
Konjunkturförderprogrammen nun unter
anderem für den Bau eines
Kunstrasenplatzes auf der Hauer genutzt
werden. Das empfehlen die Ausschüsse
der Stadtverordnetenversammlung, die am
Montagabend darüber beschließt. Für
den Bau eines 63 mal 94 Meter großen
Kunstrasenplatzes und eines 63 mal 84
Meter großen Trainingsplatzes aus
Naturrasen sollen 910 000 Euro
ausgegeben werden. Davon nicht
betroffen ist das eigentliche
Sportstadion. Dieses soll erst in
einigen Jahren saniert werden.
Das Konzept ist
mit dem TSV als Hauptnutzer der
Sportanlagen auf der Hauer abgestimmt,
erklärte Bürgermeister Klaus
Friedrich am Mittwochabend in den
Ausschüssen der
Stadtverordnetenversammlung. Der Bau
des Kunstrasenplatzes, auf dem dann
auch im Winter trainiert werden kann,
beeinflusse in keiner Weise die
Sanierung des Sportstadions. Diese
werde allerdings kaum innerhalb der nächsten
fünf Jahre erfolgen, sagte Friedrich.
Nichtsdestotrotz
hat die Stadt im Zuge der Planung des
Kunstrasenplatzes auch schon einen
Entwurf für das Stadion anfertigen
lassen. Dieser sieht ein
turniergerechtes Fußballfeld vor, das
breiter als das jetzige wird. Dadurch würde
die 400-Meter-Rundlaufbahn entfallen
und durch eine 100-Meter-Sprintbahn
ersetzt. Im Norden des Fußballfeldes
entstünde dann aber Platz, um Anlagen
für Freizeitsport zu bauen. Dieses
Konzept stoße beim TSV auf Zustimmung,
sagte Friedrich.
Nicht jedoch bei
der SPD. Diese beharrt darauf, dass die
400-Meter-Rundlaufbahn erhalten bleibt,
da diese unter anderem für den
Schulsport wichtig sei.
Stadtverwaltung
und Bürgermeister wiesen darauf hin,
dass mit der Entscheidung über den
Kunstrasenplatz keine Vorentscheidung für
oder gegen die 400-Meter-Bahn getroffen
werde. Wie das Sportstadion saniert
werden soll, werde erst in einigen
Jahren entschieden, wenn auch das Geld
da ist. Auf beharrliches Nachfragen der
SPD versicherte das Bauamt, dass sich
größerer Fußballplatz im Stadion und
Rundlaufbahn nicht ausschließen.
Allerdings müssten dann die Tribünen
und die Baumreihe zwischen Sportstadion
und Kunstrasenplatz weichen. Und die
Laufstrecke werde vielleicht nur vier
Bahnen haben.

Sportgelände
auf der Hauer: Mit dem Geld aus dem
Konjunkturförderprogramm sollen ein
Kunstrasenplatz (blau) und ein
kleineres Trainingsfeld mit Naturrasen
(grün) gebaut werden. Nicht betroffen
von den jetzigen Beschlüssen ist das
Sportstadion (rot). Dieses soll erst in
einigen Jahren saniert werden. Foto:
GoogleEarth/Montage Happel-Emrich
Quelle: HNA (Wal), 22.08.09, S. 3.
|