Pressemitteilungen - Interview
Im Januar 2006 gab der
CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr.
Christoph Butterweck ein Interview, in
dem er neben seinen Ansichten über die
Entwicklung auf Bundesebene auch auf
den einsetzten Kommunalwahlkampf in
Waldeck-Frankenberg und Korbach zu
sprechen kam.
"Gegen
und ohne die CDU darf nicht regiert werden."
I.
Bundespolitik
Frage:
Aller erste Frage: Sie haben sich im
Wahlkampf sehr engagiert und
aufgeopfert, wie geht es Ihnen persönlich?
Christoph
Butterweck:
Mir geht es persönlich gut. Natürlich
kam am Anfang nach der Bundestagswahl
zunächst Wehmut auf, viele Freunde
haben mich jedoch in dem Willen bestärkt,
weiter an vorderster Front Politik zu
machen. Hierbei erfahre ich auch große
Unterstützung in meiner Familie.
Besonders hat mich gefreut, dass viele
abermals meinen Wahlkampf sehr gelobt
haben.
Frage:
Sie haben sich im Wahlkampf sehr für
Schwarz-Gelb eingesetzt, wie kommt ein
Kreis- und Fraktionsvorsitzender und
stellvertretender Bezirksvorsitzender
nun damit klar, dass es zur großen
Koalition gekommen ist?
Christoph Butterweck: Schauen
Sie, der Souverän, das Wahlvolk hat
gesprochen. Dies haben alle Politiker,
somit auch ich, zu akzeptieren.
Letztlich glaube ich, das zählt, Frau
Merkel ist Bundeskanzlerin und
Bundesvorsitzende der CDU. Das freut
mich natürlich sehr. Letztlich bringt
dies auch wiederum einen Aufwind für
die Partei. Die Arbeit der großen
Koalition wird von nahezu 80 % der
Menschen akzeptiert. Dies zeigt, wie
groß der Wunsch nach Sachlichkeit und
Professionalität ist.
Frage:
Bedeutet aber nicht die große
Koalition auch Stillstand und bedeutet
große Koalition nicht das Aufschieben
von Reformen?
Christoph
Butterweck: Keineswegs.
Frau Merkel spricht nicht ohne Grund
von einer Politik der kleinen Schritte.
Wir mussten auch als Christdemokraten
im Wahlkampf und nach dem Wahlkampf
erfahren, dass wir eben eine
christlich-soziale Wurzel haben. Die
CDU hat als Volkspartei gerade hier das
Volk, also die Menschen, mitzunehmen.
Deshalb ist die Politik der derzeitigen
Bundesregierung völlig richtig.
Deswegen bin ich auch in
Waldeck-Frankenberg sehr
zuversichtlich, weil wir hier immer die
christlich-soziale Komponente
herausgestellt haben.
II.
Kommunalpolitik
Frage:
Apropos Kommunalpolitik. Sie sind
Spitzenkandidat der CDU für den
Kreistag Waldeck-Frankenberg. Nach 5
Jahren als Fraktionsvorsitzender und
mittlerweile 3 Jahren als
Kreisvorsitzender, mit welchen Gefühlen
gehen Sie in den Kommunalwahlkampf?
Christoph
Butterweck: Es geht mir gut in
diesen Führungsfunktionen. Mir macht
die Arbeit viel Spaß. Ich erfahre sehr
viel Unterstützung. Die Parteibasis
steht hinter mir.
Frage:
Können Sie
an ein paar Beispielen deutlich machen,
wieso die CDU Waldeck-Frankenberg den
Anspruch erhebt, gerade auch
christliche Sozialpolitik zu
verwirklichen?
Christoph
Butterweck: Die CDU
Waldeck-Frankenberg hat sich
beispielsweise immer gegen integrierte
Gesamtschulen ausgesprochen. Wir waren
einer der wenigen Kreise Deutschlands,
die auf den ersten Blick ziemlich stur,
aber auf den zweiten Blick mit viel
Erfolg an dem dreigliedrigem
Schulsystem festgehalten haben. Bei uns
war immer das Motto: Kein Zwang und
Einbeziehung der Familie. Ein anderer
Punkt: Wir als CDU Waldeck-Frankenberg
haben uns nachhaltig für alle
Krankenhaus und Altenheimstandorte
eingesetzt. Wir als CDU
Waldeck-Frankenberg wollen
beispielsweise auch anders als im
Bundesland keine Privatisierung des
Kreisklinikums oder anderer Kliniken.
Ordnungspolitisch ist die Lage in
Waldeck-Frankenberg im Krankenhauswesen
so, dass wir privatisierte Kliniken
haben und daneben auch noch städtisch
oder staatlich bzw. kreisseitig
betriebene.
Frage:
Wie
sehen Sie denn konkret die Chancen der
CDU im Landkreis Waldeck-Frankenberg?
Christoph
Butterweck: Die Chancen der CDU
sehe ich überaus gut. Ich darf
beispielsweise auf die Zerstrittenheit
der SPD etwa in Bad Arolsen oder in
Bromskirchen hinweisen. Ebenso finde
ich es schon markant, dass trotz Wählergemeinschaften
in den Orten Lichtenfels und
Diemelstadt sich sogenannte Bürgerlisten
neu etablieren können. Hier frage ich
mich bisweilen, ob die Wählergemeinschaften
ihre Aufgaben gemacht haben.
Vorrangiges Ziel bleibt, eine CDU geführte
Kreisregierung fortzusetzen. Gegen und
ohne die CDU darf nicht regiert werden.
Der Landrat braucht stabile Mehrheiten
im Kreistag. Dies braucht aber nicht
nur der Landrat. Dies brauchen auch die
Menschen.
Frage:
Was
sind denn besondere Erfolge der CDU im
Landkreis?
Christoph
Butterweck: Wir haben etwa nach über
20-jährigem Kampf im Einklang mit der
Bevölkerung den Nationalpark
realisiert. Wir haben weiterhin für
eine Sicherheit der Arbeitsplätze am
Energiestandort Waldeck-Frankenberg
gesorgt. Das sale and lease back-Geschäft
hat für zusätzliche Investitionen im
Schulbereich Möglichkeiten geschaffen.
Hier haben wir über 7 Millionen
eingerichtet.
In den vergangenen Jahren sind über
200 Millionen Euro in den Straßenbau
geflossen. Unsere Schulen,
Bildungseinrichtungen für die Kinder
haben einen hervorragenden
Investitionsstand. Insgesamt hat der
Landkreis eine der niedrigsten
Arbeitslosenquoten Nord- und
Mittelhessens. Wir sind gut
aufgestellt.
Frage:
Abschließend
gestatten Sie mir kurz, auf die
Stadtpolitik einzugehen, Sie, sehr
geehrter Herr Dr. Butterweck sind groß
geworden über die stadtpolitischen Veränderungen
in Korbach Ende der 90-er Jahre und
Anfang der 2000-er Jahre. Wie sieht es
bei der CDU in der Kreisstadt aus.
Christoph
Butterweck: Auch hier bin ich außerordentlich
zufrieden. Wir haben mit die höchsten
Mitgliederzuwächse ganz Hessens. Die
CDU Korbach verzeichnet mittlerweile
Zuwächse von ca. 30 Mitgliedern pro
Jahr. Wir gehen frohen Mutes und
selbstbewusst in den Wahlkampf mit
unserem Spitzenkandidaten Karl-Heinz
Meier. Karl-Heinz Meier ist Altstädter
und Alt-Korbacher. Wir wollen hierbei
bewusst Akzente setzen.
Frage:
Wieso
glauben Sie gerade, dass die CDU
Korbach weiterhin maßgeblich Politik
in Korbach gestalten sollte?
Christoph
Butterweck: Die CDU Korbach ist
weiterhin die einzige handlungsfähige
und regierungsfähige Partei Korbachs.
Die SPD Korbach beschäftigt sich immer
noch mit dem Wunden- lecken nach der
verlorenen Bürgermeisterwahl im Jahr
2000. Wir haben in Korbach viel
erreicht. So haben wir in Korbach
extrem hohe Investitionsquoten. Es ist
auch darauf hinzuweisen, dass Korbach
die höchste Zentralitätsziffer im
Einzelhandel in seiner Geschichte hat.
Diese liegt mittlerweile über 190
Punkte. Trotz allem ist Korbachs
Haushalt ausgeglichen, wir konnten
sogar Schulden abbauen.
Außerdem müssen wir für breite
Mehrheiten unseres Bürgermeisters
Klaus Friedrich sorgen.
Frage:
Apropos
Bürgermeister Friedrich steht dieses
Jahr zur Wiederwahl an. Wie sehen Sie
seine Chancen?
Christoph
Butterweck: Die Chancen von Bürgermeister
Friedrich sind mehr als glänzend. Ich
glaube nicht, dass die Sozialdemokraten
überhaupt einen Gegenkandidaten
aufstellen und wenn, hätte dieser so
gut wie keine Chancen. Bürgermeister
Friedrich ist außerordentlich beliebt
in der Bevölkerung. Bürgermeister
Friedrich hat für Korbach viel
erreicht, vom neuen Feuerwehrstützpunkt
bis zur Stärkung des Einzelhandels bis
zu neuen Investitionen im
Altenheimbereich und in der Briloner
Landstraße, bis zu einer extrem guten
Haushaltslage, die Finanzen sind in
Ordnung.
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