Stadtverband: Geschichte der CDU Korbach
Gegründet wurde der CDU Stadtverband offziell in der Gründungsversammlung am 4. November 1945 in der Korbacher Stadthalle. Schon 25 aktive Bürgerinnen und Bürger fanden sich am 25. September ein, um die Details der Gründung zu besprechen.
Die junge Ortsgruppe der CDU nahm sich einiges vor. 1947 wurden bereits 25 Veranstaltungen durchgeführt. Georg Volkenand, Vorsitzender seit 1945, rückte im Februar 1949 zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden auf. Viele Veranstaltungen mit politischen Mandatsträgern konnten in Korbach durchgeführt werden. Bereits 1946 und 1953 hielten die damaligen Landesvorsitzenden der CDU, Werner Hilpert und Wilhelm Fay, vielbeachtete Vorträge.
Die CDU musste sich gegen eine starke liberale Partei in Waldeck durchsetzten. Wobei in den Gründungsjahren die CDU mit teilweise nur 2-3 Mandaten im Parlament(insgesamt 24 Sitze) vertreten war, gelang es Volkenand doch, die junge Partei zu festigen.
Als Georg Volkenand am 18. Juli 1956 neuer Kreisvorsitzender der CDU wurde, übernahm Gustav Schierholz den Vorsitz im Ortsverband für fast 10 Jahre. Als langjähriger engagierter Kommunalpolitiker brachte er die CDU weiter voran. Mit im Vorstand waren als stellvertretender Vorsitzender Baumeister Weiß, Schatzmeister Albert Beyer, Schriftführer Schröder. Beisitzer waren Frau Harmsen, Ingenieur Heuser, Horst Büchsenschütz und der Fraktionsvorsitzende Malermeister Albert Müllenhoff.
Im Oktober 1963 begann die Ära von Herrn Peter Knorr (1963 bis 1971). Aus dieser Zeit sind noch die Namen der Vorstandsmitglieder bekannt, wie Amon und Müllenhoff. Unter der Leitung dieser bewährten Frauen und Männer wurde die CDU zur zweitstärksten Kraft in Korbach.
Am 12. Mai 1965 gründete sich außerdem der Ortsverband der Jungen Union. Sein erster Vorsitzender wurde Horst Büchsenschütz.
Anfang der 70er Jahre übernahm John Trost den Vorsitz in unserer Partei. Starke Aktivitäten kennzeichnen diese Zeit. Die CDU wurde stärkste Fraktion (16 Sitze von 73 Sitzen) in Korbach und setzte mit Josef Floren und John Trost wesentliche Akzente in der Zeit von 1977 bis 1981.
Auch in der nächsten Legislaturperiode, 1981 bis 1985, war die CDU noch ebenso stark wie die SPD. Beide Fraktionen hatten je 15 Abgeordnete im Korbacher Stadtparlament.
Auch die CDU-Frauen spürten ihre Stärke und suchten ein eigenes Forum: Am 15. November 1976 unterzeichneten Ingrid Fimmel, Bärbel Strauch und Irene Pilger einen Gründungsaufruf zur Frauenunion, der dann am 25. November umgesetzt wurde. Dies war der Beginn für viele vor allem soziale Aktionen, die bis zum heutigen Tag mit Ausdauer und Konsequenz durchgeführt werden. Die FU ist eine der aktivsten Gruppierungen unserer Partei.
Frau Pilger rief am 11. Februar 1975 zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlich Demokratischer Lehrer (ACDL) auf Kreisebene auf. Die Konstituierung fand am 7. März 1975 in Korbach statt. Auch diese Vereinigung ist bis heute lebendig und nimmt sich aktueller bildungspolitischer Themen an.
Unter der Vorsitzenden Pilger (1977 bis 1985) wurde vor allem der soziale Aspekt unserer Arbeit gefördert, die Frauenunion erfuhr eine Blüte, und Arbeitskreise für die Ortsteile und die Kernstadt wurden gegründet, um dort die Parteiarbeit zu intensivieren. Irene Pilger, Anfang der siebziger Jahre in den Vorstand gewählt, war es auch, die den Bemühungen der Partei zur Intensivierung der Mitgliederarbeit ein Gesicht gab: die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen angebotenen Gesprächsrunden mit aktuellem Bezug nahmen unter dem Begriff „Mittwochsgespräche“ Gestalt an. Sie bieten seit dieser Zeit Möglichkeit zum Dialog zwischen Bürgern und Mandatsträgern.
Auf Frau Pilger, die ihre Arbeit zum Wohle der CDU auf die Kreisebene verlagerte, folgte Lutz Wrasmann. Nach einer kurzen Unterbrechung durch Helmut Nürnberg (1991 bis 1993) wurde er 1994 erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt. Unter Wrasmanns Regie ging die CDU als politische Partei neue, teilweise erst während seiner Amtszeit möglich gewordene Wege der Öffentlichkeitsarbeit.
Die im März 1985 neu gewählte Fraktion wählte eine neue, jüngere Fraktionsspitze. Eckart Hardegen, seit 1974 für die CDU im Parlament, übernahm den Vorsitz, Vertreter wurden Karl-Heinz Meier und Karl-Georg Wieck. Die politischen Ziele der jungen Crew galten drei Themen: Jugendprobleme, Frauenfragen und Umweltschutz. Dem schon damals bemerkbaren Desinteresse immer größerer Teile der Bevölkerung an politischen Themen setzte Hardegen entgegen: „Wir müssen uns bemühen, bürgernah zu arbeiten, und der Menschlichkeit im politischen Kräftespiel wieder einen gewichtigen Platz einräumen.“
Dies nahm sich 1997 Andreas Kwoll zum Vorbild. Den Vorsitz des CDU-Stadtverbandes übernahm er für drei Jahre, bevor ihm im Jahr 2000 Dr. Christoph Butterweck in diesem Amt folgte. In diese Zeit fallen beeindruckende Wahlsiege: So konnte zunächst der von der CDU unterstützte parteilose Klaus Friedrich im Jahr 2000 überraschend die Bürgermeisterdirektwahl für sich entscheiden, anschließend legte die CDU bei den Kommunalwahlen 2001 und 2006 in der Wählergunst zu und bildete mit FWG und FDP bürgerliche Kooperationen, die beachtliche Erfolge in Korbach erzielten. Im Herbst 2006 wurde schließlich Bürgermeister Klaus Friedrich mit sensationellen 71,2 Prozent der Stimmen durch die Korbacher Bevölkerung in seinem Amt bestätigt.
Im Jahr 2010 entwickelte sich eine neue Dynamik im Stadtverband der CDU Korbach. Nicht nur Altes bewahren und auf den Erfolgen der letzten Kommunalwahl bauen, sondern neue Akzente, Ideen und Innovationen entwickeln, ist das neue Motto. Dafür gab es an der Spitze des Orstsverbandes eine Reihe von Wechseln. Neue Vorsitzende wurde dabei Marianne Heine-Langerzik. Ihr zur Seite steht ein starkes Team.
Für die Kommunalwahl 2011 ergibt sich auch in der Arbeitsweise der Partei ein ganz neues Bild. Denn das Kommunalwahlprogramm wird in einer Zusammenarbeit aus CDU, Frauen Union und Jungen Union gestaltet. Heine-Langerzik bezeichnet es als "Aufbruch, der neue Maßstäbe in der Beteiligung der gesamten Korbacher Bevölkerung am politischen Meinungsbildungsprozess setzt". So will die CDU Korbach den neuen Herausforderungen des 21. Jahunders wie Demografischer Wandel, Finanznot und Wettbewerb der Regionen begegnen.
Am 15.12.2011 wählten die Mitglieder der Korbacher Union einen neuen Vorstand. Nach knapp zwei Jahren an der Spitze der CDU Korbach kandidierte Marianne Heine-Langerzik nicht mehr für das Amt der Vorsitzenden. Doch die CDU Korbach führte den Weg der Verjüngung und Erneuerung, welcher bereits bei der Kommunalwahl begonnen wurde (80% neue Fraktionsmitglieder), erfolgreich fort: "Wir brauchen für die Zukunft neue Wege- und Brückenbauer und er kann das", kommentiert die scheidende Vorsitzende den neuen Kandidaten.
So wurde mit Tim Soeren Oberlies der jüngste Vorsitzende (21) in der bisherigen Geschichte der CDU Korbach gewählt. "Mit meinem jungen, guten Team werden wir gemeinsam die CDU Korbach voranbringen", blickt Oberlies zuversichtlich in die Zukunft. (Siehe Vorstand)
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